Die Centennial/ Centaure Geschichte

 

Vorwort zur Seite:

Da die Zeiten immer schneller und technischer werden und somit auch die Syberangriffe immer agressiver, so haben wir uns entschlossen, die Geschichte der Vorderlader - Revolver aus dem belgischen Haus Faul, hier neu zu verfassen!  Das meiste Gedankengut kommt von dem Autor und Centaureforscher Wolf D. Niederastroth, FROCS # 2, Long Johns Wolf,  und deren Homepage  www.1960nma.org                                                                                                                                           

                                                             Michael Gloystein

 

 

Der Amerikaner und seine Darstellungsszenen

Schon immer hatte der typische Amerikaner das Bedürfnis, seine Kriege und Schlachten zu besonderen Anlässen nachzustellen. So näherte sich auch immer mehr der hundertste Jahrestag des Sezessionskrieges (1861 - 1865) der USA. In der Vergangenheit wurden zu den nachgestellten Schlachten immer die originalen Waffen mitgeführt, was den Einzelnen doch sehr ärgerte, stellten diese Waffen doch einen hohen, historischen und auch geldlichen Wert dar. Zudem kam noch hinzu, dass viele der Waffen in Sammlungen waren und der Markt für "Neueinsteiger" wie leergefegt war. Die wenigen Waffen, die auf dem Markt noch erhältlich waren, konnten von dem normalen Arbeiter nicht bezahlt werden. Die Lösung brachten  William Bill Edwards und Sigmund "Sig" Shore, beides Enthausiasten im Bereich historischer Waffen.

 William B. Edwards 10.11.29 07.09.08

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

    William B. Edwards *10.11.29  †07.09.08

Fabriques d'Armes Unies de Liège (FAUL), Lüttich, Belgien: Hier stellte Edwards zwei Bürgerkriegs-Colt 1860 Armys als Musterwaffen zur Verfügung und begleitete in Lüttich die Fertigung von Prototypen samt Vorserienproduktion. Das war der Beginn der Centaure aka "1960 NEW MODEL ARMY" genannten 1860er mit Colt-Lizenz von 1853, hergestellt zwischen 1959 und 1973 in fünf Modellen und zahlreichen Varianten.
In den USA vermarktete sie exklusiv Centennial Arms Corp. Inc., Lincolnwood, IL., in Deutschland Bärbel Harlos, Schwäbisch Hall.

 

"Fakten",

die so nicht stimmen, aber immer wieder in Beschreibungen und Angeboten vorkommen!

  • es wurden 60000 Stück hergestellt
  • die Revolver wurden auf alte Coltmaschinen hergestellt
  • Bärbel Harlos war eine Graveurin
  • die gravierten Modelle sind versilbert
  • die Teile sind mit denen von Colt austauschbar
  • für Europa und den USA gab es unterschiedliche Seriennummern 
  • die Seriennummern haben keinen verschlüsselten Code zum Produktionsjahr
  • Colt stellte originale Blaupausen zur Verfügung 

Es wurden insgesamt ca. 16000 Stück in den verschiedensten Variationen hergestellt. Gerüchte besagen immer wieder, dass hierzu alte Colt - Maschinen Verwendung fanden. Das ist natürlich völlig aus der Luft gegriffen, da wahrscheinlich nach über 100 Jahren der Verschleiss an den Maschinen zu groß gewesen wäre und zudem hätte die deutsche Besatzung diese Maschinen sofort konfisziert oder sogar zerstört. Ebenso wurden bei dem Feuer damals bei Colt in Herford, sämtliche Unterlagen der Produktion zerstört. Keine Blaupause hat das Feuer überlebt! Das einzig wahre an diesem Gerücht  ist, dass der Vertrag zwischen Colt und Faul nie gekündigt wurde und bis heute besteht!

 

 Die Rollgravur mit der Ormsby-Szene 

Einige Centaure Perkussionsrevolver haben eine eingeprägte Kampf- oder Schlachtszene auf der Trommel. Diese wurde ursprünglich von dem New Yorker Graveur Watermann L. Ormsby auf eine Matritze für die Colt Revolver geschnitten. Ob man bei FAUL, ,in Belgien befürchtete, bei einer 1:1 Kopie auf der Trommel Ärger mit dem Copyright von Colt zu bekommen und deshalb sich entschloss, eine einfachere Szene zu erstellen,  ist nicht bestätigt. Die Italiener waren in der Frage der Kopie weniger zurückhaltend und übernahmen die Ormsby-Szene, so wie im Original. Das veranlasste dann später auch Centennial Arms die Szene so zu kopieren, dass es dem Original entsprach.  Man befürchtete, dass der amerikanische Käufer die einfache Szene ablehnen würde. Der einzige Unterschied war der quer verlaufende Schriftzug.

Erstaunlicherweise wurden die Rollgravuren der detaillierten Ormsby-Szene  zum größten Teil von den beiden Kindern des einen Firmengünders und damals mit einer halben Million US Dollar Investors, Sigmund  Shore, aufgetragen. Hier wurden leider etliche Trommeln mit den Seriennummern vertauscht, was für den Sammler heute sehr ärgerlich ist. Als die detaillierte Schlachtszene aufgetragen wurde, kam unter anderem  ein Centennial Schriftzug mit in die Abbildung. Da es Kinder waren, viel ihnen wahrscheinlich nicht auf, das durch Verschleiß oder Defekt, eben dieser Schriftzug bei ca. 50 Centaure Revolver fehlt. Das macht diese Revolver zu sehr gesuchte Sammelobjekte. 5 Stück soll es durch Import in Europa geben!

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