Der Irrläufer

Hier wollen wollen wir Centaure oder Centennial Revolver vorstellen, die nicht in andere Kategorien passen oder aber in verschiedene Kategorien gleichzeitig sein könnten. Diese sind als Einzelstücke zu sehen und wurden wahrscheinlich durch ein Versehen, oder durch eine extra Anfertigung so ausgeliefert. Die Beschreibungen werden dargestellt, so wie die Informationen eintrudeln. Es handelt sich zum Teil um ganz klare Einzelstücke!

 

1. Der gekürzte Cavalry 2.1 mit 5,5" Lauf der doch keiner ist!

Achtung:

Nach Rücksprache mit Long Johns Wolf, haben wir diese beiden Revolver zu der neuen Marshal 2.Variation, 2.Suvariation erklärt. Mehr dazu unter Marshal. Erkenntnis ist erst am 14. November 2019 gekommen!

 

Der Cavalry der 2. Variation hat ursprünglich einen 8" Lauf, dieser wurde vom Werk, oder einem Büchsenmacher auf 5,5" gekürzt. Auffälig ist hier die fehlende Aufschrift auf dem Lauf. Die Mündung ist wie beim Colt dem Aussehen nach, glatt abgeschnitten. Der Revolver wurde in Belgien vor 40 Jahren erworben und wurde so bei einem Büchsenmacher gefunden. Er befindet sich in einem ungeschossenen Zustand! SN: 11514

Forum Fr

Die Laufmündung wie bei einem Colt 1860. Verarbeitung perfekt!

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                              Leider wurde der Griff vertauscht und es wird die Nummer 14 gesucht!

Ein Irrläufer muss nicht immer gleich ein schlechtes Erzeugnis sein! Vielmehr sollen sie deutlich machen, dass es auch "Sonderanfertigungen" und Versuchsmodelle gab. Schwer zuzuordnen sind sie in jedem Fall. Deshalb ist es von besonderer Wichtigkeit, Erstbesitzer ausfindig zu machen, die sowas in Auftrag gegeben haben, oder die zumindestens die Herkunft belegen können. Rätsel gibt der gebläute Marshal 2, mit buntgehärtetem Rahmen auf. Oder doch wieder ein Cavalry 2/1, der gekürzt wurde? Haben wir eine neue Subvariation gefunden und das schon vor 3 Jahren? Marshal 2.Variation, 2.Subvariation!

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F11553, sieht dem F11514 sehr ähnlich. Lediglich hat der F11514 die Colt-Mündung und einen schwarzen Rahmen.

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2. Der RNMA 2.1 mit dem Civilianrahmen

Der Regular New Model Army 2.1 hat üblicherweise das Feuerschild mit Aussparungen für den Anschlagschaft, dieser jedoch bekam den Rahmen des Civilian. Gefunden bei einer Auktion in den USA. War der Grund hierfür die Verarbeitung der restlichen Teile, oder hat schlicht ein Arbeiter am Montagmorgen gepennt und einen falschen Rahmen montiert? Revolver ist absolut nummerngleich. SN: 2745

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Alle anderen Komponenten entsprechen dem des RNMA 2/1, Abzugsbügel aus Messing, nicht versilbert.

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3. Frankenstein 1 oder der Frankentaure

Der erste Frankenstein wurde in Belgien gefunden. Frankenstein, weil es den Anschein hat, das dieser eigentlich aus der Schrottkiste zusammengestellt wurde und so niemals in den Handel gekommen wäre. Als Italiener wäre er vielleicht durch die Kontrolle gekommen, aber niemals bei Faul in Belgien. Diese Modelle sollten auch nicht benutzt werden, da sie keinen Prüf- oder Abnahmestempel tragen. Bei Gebrauch droht LEBENSGEFAHR!!! Heute befindet er sich in Sammlerhänden in Frankreich, wo er sicher vor Aktivitäten geschützt liegt.

Macht einen soliden eindruck, der Schein trügt!

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Die mit Goldeinlage geschmackvoll verzierte Trommel ist wirjklich gut anzusehen, aber die Saftypins fehlen komplett. Der Abzugsbügel spricht von einer frühen Produktionsperiode. 

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Abgebrochene Schrauben lassen aber etwas anderes als Qualität vermuten. Der Stempel 0 scheint ein Ausschussstempel zu sein. Fraglich, ob der Griff, der die Nummer 739 trägt, wirklich zu diesem Revolver gehört, oder auch "gefunden" wurde. Eindeutig trägt der Rahmen keine Abnahmestempel in Form des Perons!

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4. Frankenstein 2

Frankenstein Nummer zwei tauchte in Deutschland auf, warum er es in Sammlerkreise schaffte, ist bisher nicht geklärt. Allerdings befindet er sich heute unter sicherem Verschluss und kann nicht mehr in den Handel gelangen, wenn, dann nur noch in Form einer Rasierklinge! Was man nicht sieht, dass der Lauf schon mal quer durchbohrt war und dann wieder verschlossen wurde. Der Gebrauch ist nur unter Lebensgefahr möglich. 

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Gestempelt mit 1 und 0, wobei die 0 wahrscheinlich allein dort stand und dann die 1 zur gesellschagft bekam. Die Seriennummer ist so konfus, dass selbst dem Laien auffallen sollte, dass hier etwas nicht stimmt. Der Abzugsbügel wieder aus der ersten Epoche der Produktion.

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Zweifelhaft, wo der Griff ursprünglich eingesetzt sein sollte, wer vermißt 904? Es sollte wohl mal ein Civilian, oder RNMA 1 / 3 werden. Auch auf dem Lauf, keine Bezeichnung oder Prüfstempelung.

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Das doppelte Lottchen

Hier haben wir das Phänomen, dass es einen Regular New Model Army 6/2 mit der Seriennummer 13595 gibt, Es sich in Wirklichkeit aber um einen 6/ 3 handeln würde, wenn es nicht auch noch einen Marshal 2/1 mit gleicher Nummer geben würde. Bei FAUL dachte man praktisch und als sich das Set nicht verkaufen ließ, so nahm man einfach Rahmen, Griff und was sonst noch fehlte aus der ersatzteilkiste und kreirrte einen Marshal, dumm nur, das die Nummer schon vergeben war. So gibt es nun die Seriennummer gleich zweimal in Deutschland. Wer den Revolver hat, soll sich unbedingt bei dem Autor melden!!!

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 Wer hat den Marshal?

 

 RNMA 1.Variation, 3.Subvariation zweifarbig

Dieser RNMA 1/3 ist uns seit 2014 bekannt und wirft einige Fragen auf. Er wurde laut Aussage des zweiten Besitzers persönlich in den Siebzigern vom Erstbesitzer bei FAUL in Belgien abgeholt. Er hat einen buntgehärteten Rahmen und eine ebenfalls buntgehärtete Ladepresse, was so noch stimmig ist mit seinen Seriennummernkollegen nach unten und auch oben, aber verfügt über einen nur schwach auf Magneten wirkenden Lauf und die entsprechende Trommel. Beides in "stainless"! So die Aussage des Zweitbesitzers. Der Hammer ist schwarz, wie auch die Schrauben und der Keil.

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Der Abzugsbügel und auch der Griffrahmen sind in silber gehalten, was wir nur vom Civilian her kennen. Zu guter letzt wurde auch noch eine Colts Patent Stempelung vorgesehen, die so ungleichmäßig aussieht, das das nur noch selbst gemacht aussieht. Diesen Stempel hätte es wahrscheinlich nicht durch die Qualitätskontrolle geschafft.

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 Gekürzter RNMA 6/1 auf 5,5"

Der RNMA 6/1 zählt zu den selteneren Stücken in der Centaurewelt, sind doch nur 4 produziert worden. Von diesen Vieren wurde nun einer mit einem gekürzten 5,5" Lauf entdeckt. War es ein Versuch Seitens der Fabrik, oder eine Kundenbestellung? 1967 gab es noch keine Marshalversion, war dies der Vorreiter?

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 Die Ausführung ist professionel gemacht!

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Die Mündung wurde angephast und weist das typische Centaure-Mündungsbild auf. In der Zukunft wird es einige geben, die nach Coltmanier einfach abgesägt wurden, so sehen sie letztendlich aus.

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Der Uberti - Tiffani - Griff

Uberti hat unter anderem auch diesenTiffanigriff im Angebot, allerdings ist er nicht gerade günstig. Das Disign ist Geschmackssache. Was für einen Sammler aber den absoluten Horror darstellt, wenn für solch eine Kastration der Revolver mechanisch so bearbeitet wird, das ein Rückbau unmöglich ist. Bei diesen RNMA 1/2, der übriegens ungeschossen ist, musste der Abzugsbügel gekürzt werden. Hinzu kommt, das die Feder ebenfalls nach oben wandert und gekürzt werden musste. Dadurch bekommt die Feder eine enorme Kraft. Der originale Griff und der Griffrahmen, inklusive der Schraube, sind verloren gegangen. War es das wert? Glück im Unglück, dass die Ersatzteilekiste die fehlenden Teile noch vorrätig hatte. Nun erfreut er sich wieder als ganzer Centaure!

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Ein vernickelter oder verchromter Marshal

Wer mit seinem Revolver nicht ganz vom Disign her übereinstimmt, der lrgt selber Hand an und wubbelt ab, schleift zurecht, oder gibt ihn zum Vernickeln oder verchromen. So wie bei diesem Marshal aus dem Jahr 1971. Man sollte aber immer darauf achten, oder bedenken, dass gerade an den Übergängen zu Schraubenlöcher Abplatzungen entstehen können. Auch ist hierzu eine spezielle prozedur von Nöten, die nicht jeder beherscht.

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