Uberti

 

Drei Säulen der Neo-Classiker-Industrie

Die Mutter aller Uberti-Perkussionsrevolver ist Colt 1851 Navy #82

82

William B. Edwards stellte diesen Colt 1851 Navy 1958 den Partnern Gregorelli und Uberti als Musterwaffe zur Verfügung. Dr. James L. Davis, Claremore, OK, USA – Waffensammler, Historiker und Gründer der RPRCA - Replica Percussion Revolver Collectors Association "Dieser Revolver markiert den Beginn der industriellen Neuproduktion von Perkussionsrevolver-"Repliken" im 20. Jahrhundert, gleichzeitig den Wiedereinstieg der Firma Colt in Hartford in die Herstellung von Perkussionsrevolvern!" (Foto D. Russell, Marietta, GA, USA)

1957 - Der Vertrag von Brescia - Beginn einer neuen Epoche für die Waffenbranche: Eine Gruppe junger US-Unternehmer besuchte im Herbst 1957 ausgewählte europäische Waffenhersteller zwecks Anbahnung neuer Ge-schäftsverbindungen. Mit dabei waren zwei Visionäre. Der eine war Valmore "Val" Forgett Jr. Seit der Kindheit an "Pulver und Blei" interessiert, experimentierte er mit Sprengstoff und verlor dabei ein Auge. Das dämpfte aber seinen Enthusiasmus in keiner Weise. Denn trotz dieses Handicaps setzte er sich international als erfolgreicher Vorderladerschütze durch. Nach Abschluss des Wirtschaftsingenieurstudiums wechselte er in die Waffenbranche, wurde Inhaber des aufstrebenden Waffenimport˗ und Handelshauses Navy Arms Company Inc., damals noch in Bogota, N.J..

Valmore Forgett Jr. 31.07.30 25.11.02       Valmore Forgett Jr. *31.07.30 – †25. 11.02

Der zweite hieß William B. "Bill" Edwards. Edwards war anerkannter Bürgerkriegs- und Waffenhistoriker, Ingenieur mit bei Colt erworbener Berufserfahrung, außerdem Waffensammler und Redakteur bei Waffenzeitschriften. Das machte diesen umtriebigen Geschäftsmann mit internationalen Kontakten zum gesuchten Berater, Vermittler und Verhandlungsführer der US-Waffenbranche.

William B. Edwards 10.11.29 07.09.08     

 

 

 

           William B. Edwards *10.11.29 †07.09.08

 

 

 

 

 

 

 

Gut erhaltene Originale von Bürgerkriegsperkussionsrevolvern befanden sich bereits während der 1950er meistens in Museen oder privaten Sammlungen. Viel mehr jedoch waren nicht mehr funktionssicherer Waffenschrott vorhanden. Edwards wie Forgett sahen deshalb in den USA den sich entwickelnden Markt für neugefertigte amerikanische Perkussionsrevolver voraus.

Dessen Auslöser waren die anstehenden Hundertjahresfeierlichkeiten zum Bürgerkrieg 1861 bis 1865. Beide waren überzeugt, dass Schützen und Bürgerkriegs-Hobbyisten diese Neufertigungen kaufen würden, "wenn der Preis stimmt". Woher also die Waffen für diese historischen Veranstaltungen nehmen? Forgett suchte in Europa zunächst seinen Produzenten für Colt 1851 Navys. Denn dieses Modell schien ihm für potentielle Käufer besonders attraktiv, war es doch der von beiden Bürgerkriegsparteien am häufigsten eingesetzte Revolver. Außerdem führte im "Wilden Westen" der berühmt-berüchtigte Gesetzeshüter und Spieler James "Wild Bill" Hickok gleich zwei davon.
Der ideale Hersteller musste den Navy für ca. US$ 10,00 fertigen können, damit aus dem Plan ein profitables Geschäft wurde, bei sicherer und zuverlässiger Waffenfunktion. Seinen Verkaufspreis sah Forgett um die US$ 90,00 und damit erschwinglich für interessierte Durchschnittsamerikaner.

An jenem Herbsttag im Oktober 1957 wurde in Brescia der Vertrag zwischen Valmore Forgett Jr. als US-Importeur & Händler und den Partnern Vittorio Gregorelli und Aldo Uberti als Hersteller einiger Tausend amerikanischer Perkussionsrevolver abgeschlossen. Diese Vereinbarung stellt eine von drei Säulen der Neo-Classiker-Industrie dar, läutete eine neue Epoche für die Waffenbranche ein.

Unbekanntes zu Vittorio Gregorelli und Aldo Uberti:

Gregorelli war Beretta-Zulieferer. Er verfügte über Maschinen zur Waffenherstellung, nicht aber über eine Herstellungslizenz. Diese wiederum besaß Uberti, der sich zwar nicht mit amerikanischen Revolvern auskannte, aber vom auf Funktion reduzierten Design Colt'scher Perkussionsrevolver tief beeindruckt war.

Aldo Uberti wurde 1924 geboren. Nach drei Jahren Ausbildung an der Zanardelli-Büchsenmacherschule begann er vierzehnjährig seinen Berufsweg beim Traditionsunternehmen Beretta in Gardone. 1943 wurde er während der deutschen Besatzung als Unterstützer von Partisanen verhaftet und in ein Konzentrationslager gesperrt. Nach der Befreiung nahm er seine Arbeit bei Beretta wieder auf und heiratete in die Beretta-Familie ein. Diese Konzernan-stellung unterforderte diesen talentierten und ehrgeizigen Waffenkonstrukteur, denn er wollte selbst Unternehmer sein. Uberti kündigte seinen sicheren Arbeitsplatz und stieg als Partner von Vittorio Gregorelli in die Neufertigung amerikanischer Perkussionsrevolver ein.

1959 - Die drei Säulen der Neo-Classiker-Industrie: Bereits seit 1947 verfolgte William B. Edwards den Plan, amerikanische Perkussionsrevolver des 19. Jahrhunderts wieder herzustellen. Nach mehr als zehnjähriger For-schung sah er diese Vision 1959 Realität werden. Denn drei Firmen begannen die serienmäßige Neufertigung von Bürgerkriegs-Perkussionsrevolvern.

Bei den zwei europäischen Firmen ermöglichte Edwards dies durch seine internationalen Kontakte.

#1 Gregorelli & Uberti (G.U.), Gardone, Italien: Aus seiner Sammlung lieh Edwards 1958 Gregorelli und Uberti den Colt 1851 Navy #82 als Musterwaffe. Die Partner nutzten #82 zur Herstellung von Nachbauten des Colt 1851 Navy und seiner Südstaaten-Pendants. Zu diesem Zweck hatte Edwards detaillierte Herstellungsanweisungen zusam-mengestellt, half in Gardone bei der Optimierung der Prototypen und der Produktionsabstimmung. Die Vermarktung dieser G.U. gestempelten Revolver übernahm Val Forgett Jr. exklusiv in den USA mit seiner Firma Navy Arms.
Aktuell werden Uberti-Waffen u.a. von Cimarron Fire Arms Co., Fredericksburg, TX und Taylor's & Co., Winchester, VA, in die USA importiert und über deren Händlernetz vertrieben, in Deutschland von HEGE Jagd und Sport, Messkirch.

#2 Fabriques d'Armes Unies de Liège (FAUL), Lüttich, Belgien: Hier stellte Edwards zwei Bürgerkriegs-Colt 1860 Armys als Musterwaffen zur Verfügung und begleitete in Lüttich die Fertigung von Prototypen samt Vorse-rienproduktion. Das war der Beginn der Centaure aka "1960 NEW MODEL ARMY" genannten 1860er mit Colt-Lizenz von 1853, hergestellt zwischen 1959 und 1973 in fünf Modellen und zahlreichen Varianten.
In den USA vermarktete sie exklusiv Centennial Arms Corp. Inc., Lincolnwood, IL., in Deutschland Bärbel Harlos, Schwäbisch Hall.

#3 Witloe Precision Inc., Collinsdale, PA, USA: Als einziges US-Unternehmen brachte Witloe Precision einen Nachbau des Remington New Model 1863 Army auf den Markt. Weil sich Witloes Inhaber weigerten, Val Forgett ihre Firma zu verkaufen, veranlasste dieser bereits 1960 Gregorelli & Uberti, ebenfalls Nachbauten von Remington Perkussionsrevolvern in Army- und Navy-Ausführungen herzustellen. Witloe Precision stellte 1963 die Produktion ein und verschwand vom Markt.

Prototypenfertigung bei Gregorelli & Uberti: Im Spätsommer 1958 konnte der in Berchtesgaden stationierte amerikanische Major R. J. Neumeyer Edwards' Muster-Navy #82 nach Italien schaffen. Uberti begann sofort mit der Herstellung erster Prototypen. Schwer taten sich die Italiener mit der korrekten Wiedergabe der äußeren Konturen. Notwendige Anpassungen waren zwar geringfügig, aber zeitaufwendig, wie das "Verschlanken" klobiger Holzgriffe und Änderungen am Innenradius des Messinggriffs. Auch Form und Befestigung des Korns entsprachen zunächst nicht dem Original. Weitere Prototypen wurden hergestellt, bis im September 1959 Forgett und Edwards die Serienproduktion freigaben.

Die erste Lieferung von 100 Italo-Colts erfolgte mit Pan American Airlines am Donnerstag, 22. Okt. 1959. Innerhalb einer Woche waren sie verkauft. Bereits am 28. Okt. 1959 folgten mit der nächsten Sendung u.a. 19 Südstaaten-Revolver, Typ Griswold & Gunnison.

1959 bis 1962 - Meilensteine des Gregorelli & Uberti-Waffensortiments

Jahr

Modell/Variante

Kommentare

Warenzeichen

1959

Colt 1851 Navy

Griswold & Gunnison

Kal. .36, Stahlrahmen, 7,5"- Achtkantlauf

Kal. .36, Messingrahmen, 7,5" runder Lauf

"Yank"

"Reb"

1960

Colt 1851 Navy Sheriff

Remington New Model 1863 Army

Remington New Model 1863 Navy

Kal. .36, Stahlrahmen, 4 5/8 " - 5 ½" runder Lauf

Kal. .44, Stahlrahmen, Messingabzugsbügel, 5½"- 8"-Achtkantlauf

Kal. .36, Stahlrahmen, Messingabzugsbügel, 6 ½"-Achtkantlauf

"Yank"

"1858 Army"

"1858 Navy"

1961

Griswold & Gunnison Sheriff

Leech & Rigdon

Leech & Rigdon Sheriff

Remington o/u Deringer

Kal. .36, Messingrahmen, 5 ½" runder Lauf

Kal. .36, Stahlrahmen, 7,5" runder Lauf

Kal. .36, Stahlrahmen, 5 ½" runder Lauf

Kal. .38 Spezial

"Reb"

n.a.

n.a.

n.a.

1962

Sharps 4-Shot Pepperbox

Kal. .22 kurz, Messingrahmen, 3"-Stahllaufbündel

n.a.

 

1963 - Aldo Uberti wird "Herr im eigenen Haus": Nach dem glückhaften Start in die Selbständigkeit mit Neu-fertigungen amerikanischer Perkussionsrevolver und Taschenpistolen bereitete der Unternehmer Aldo Uberti den zügigen, langfristig angelegten Ausbau seines Neo-Classiker-Sortiments vor. Vorher musste er sich aber um stra-tegische "Strukturmaßnahmen" kümmern und Zöpfe aus der G&U-Zeit abschneiden:

• Ende der Gregorelli-Partnerschaft: Dezember 1962.

• Neues Logo: Ab 1963 wurde die Gregorelli & Uberti-Marke G.U. - bis auf Vorrat produzierte Läufe verarbeitet waren - durch das bis heute verwendete Zeichen U in der stilisierten Colt 1851 Navy-Mündung ersetzt. Sein Unternehmen firmierte jetzt als A. Uberti S.r.L..

• Ende des Navy Arms-Exklusivvertriebs: Das genaue Datum ist bisher unbekannt, aber rereits Anfang 1963 hatte Navy Arms keine Exklusivrechte mehr.

• Der Erweiterung der Produktpalette, auch in Richtung Metallpatronenhinterlader für fordernde Westerner, konnte sich Aldo Uberti erst nach Abschluss dieses Maßnahmenpakets widmen.
A. Uberti S.r.L - Entwicklungen nach 1962 – streng subjektiv: Aldo Uberti erkannte frühzeitig, dass er parallel zu Entwicklungsarbeiten an Westernwaffen für Metallpatronen sein Perkussionsrevolverangebot breiter anlegen musste, um für die Konkurrenz weniger angreifbar zu sein.

Konkurrenz belebt das Geschäft: Der Grund lag in der wachsenden Zahl auf den Markt drängender, neuer Hersteller von Bürgerkriegs- und Westernwaffen-Neo-Classikern aus Italien und Spanien. Dank dieser Sortiments-erweiterung konnte seine A. Uberti S.r.L. z.B. ab April 1963 mit einem eigenen Colt 1860 Army dem belgischen "Platzhirsch" FAUL im 1860er Markt, aber später auch weiteren ambitionierten Firmen wie Armi san Marco, Palmetto, Armi San Paolo (Euroarms), F. LLI Pietta, Santa Barbara etc. mit ihren mehr oder weniger überlappenden Produktpaletten von Neo-Classikern wirksam Paroli zu bieten.

Rostträger Stahl und alternatives Finish: Ab etwa 1980 wurde bei Uberti auch rostträger Stahl in der Revolverproduktion eingesetzt. Die optische Alternative zu Stainless bei den Langwaffen war weißfertiger, auf Hochglanz polierter Kohlenstoffstahl. Sog. Antik-Finish folgte erst später.
Colt-Beschriftung? Bei Texas Jack's, Cimarron Fire Arms Co. Ladengeschäft in Fredericksburg, TX, USA, fielen dem Verfasser um Ostern 1995 die ersten Uberti Colts mit "Cotl"-Stempeln und "originalen" Beschriftungen auf. Auch auf den zweiten Blick sahen sie wie das Original aus. Solche "Buchstabendreher" dürften nur mit stiller "Duldung" von Colt möglich gewesen sein.
Waffen für Metallpatronen: Winchester Modell 1866 - Ubertis erster Unterhebelrepetierer war 1965 eine 66 im Kaliber .22. 1966 folgten dann 66er als Carbines in .38 Spezial, zur Freude der Regisseure von Spaghetti- Western.

Später wurde die 66er Reihe durch Rifle-Varianten und die Kaliber .44 Spezial, .44-40 WCF und .45 Colt ergänzt.
Cattleman aka Uberti Colt 1873 SAA, eingeführt 1966/67.
Dem SAA folgten in der ersten Hälfte der 1970er die Vermarktung von Remington 1875 Army, Winchester 73 und 1874 Sharps.
Das 1860 Henry-Gewehr stellte Uberti ca. 1978 stellte vor, während als erster S&W-Kipplaufrevolver der 1875 S&W Schofield ab Mitte der 1980er gefertigt wurde. Dieser Neo-Classiker kommt zwar mit korrekter Rahmenlänge daher, dafür ist die Trommel überlang für .45 Colt-Patronen. Bis heute erweiterte Uberti das S&W-Kipplaufrevolver-Angebot um Russian, Frontier, New Model 3, American.
"Small Frame" SAA's wie der Single Action-Fantasierevolver Stallion mit SAA-Griff und Lightning mit Birdshead-Griff wurden kurze Zeit nach dem Schofield ins Sortiment aufgenommen.
1998 markiert den Produktionsbeginn der neuen Palette von Colt Open Top- Revolvern, Colt-, später auch Remington-Conversions. Um diese Revolver mit modernen Patronen schießen zu können, sind sie übermaßig.

Entwicklungsfokus: Seit der Jahrtausendwende scheinen die Entwicklungsarbeiten bei Uberti weniger bei weiteren Neo-Classikern zu liegen. Man konzentriert sich wohl auf Modellpflege-Programme wie Tuning-Angebote für Colt SAA- und Winchester 73-Varianten, zusätzliche Kaliberangebote, "Economy"-Ausführungen für bereits vorliegende Waffen fürs Westernschießen, (Fantasie-) Achtkantläufe für Colt SAA's., lasergravierte Waffen, etc..

Schlussbemerkungen: Zwischen 1963 und 1999 firmierte Aldo Uberti als A. Uberti S.r.L., nach seinem Tod und der Übernahme durch die Beretta Holding S.p.A. im Jahr 2000 heißt die Gesellschaft nun Aldo Uberti S.p.A..
Seit Beginn der Fertigung 1959 sind diese Neo-Classiker für Sammler äußerst inspirierend. Werden deshalb neue Fakten bekannt, schließen sie hoffentlich bestehende Recherchelücken. Was aber schließlich an Fakten veröffentlicht wird, welche Schlüsse daraus zu ziehen sind, gerade das macht das Sammeln von Neo-Classikern so spannend.

Aldo Uberti 30.06.24 21.06.98

 

 

 

Ein Bekannter bezeichnete Aldo Uberti *30.06.24 – †21.06.98 ein technisches Ausnahmetalent: "Nur mit einer Feile hätte Aldo den Eiffel-Turm geschaffen, allerdings in kürzerer Zeit als die Franzosen!"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Trotz harter internationaler Konkurrenz produziert die Aldo Uberti S.p.A. weiterhin erfolgreich Qualitäts-Neo-Classiker von Single Action-Revolvern diverser Hersteller, Sharps-Bündelrevolvern, Remington-Rolling-Block-Pistolen und Derringern, Henry-, Burgess- und Winchester- Unterhebel- sowie Colt- Vorderschaftrepetierer, ausserdem einschüssige Militär-, Long-Range- und Büffelgewehre.

Kontaktdaten Wolf D. Niederastroth, Rossertstr. 19A, D-65719 Hofheim, Tel. +49-6192-901290, Fax +49-6192-901293, Email Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Gut zu Wissen!

Uberti und die amerikanische Filmgesellschaft.

Wegen ihres authentischen Aussehens wurden zahlreiche Waffen von Uberti in den amerikanischen und zuerst auch in den "Spagetthi- Western eingesetzt. In den frühen 1960ger Jahren besuchte Sergio Leone persönlich die Fabrik von  Aldo Uberti, um sich mit den schönen repliken einzudecken. Zu sehen sind seine Waffen unter anderen in den Filmen, "The Good, the Bad and the Ugly", "Once upon a time in the West", "The Grid" von 1960 mit John Wayne, "Der Texaner" mit Clint Eastwood. Die Reihe setzt sich fort mit Cevin Costner "Der mit dem Wolf tanzt"

 

Cal. 44   Italien 

1 75s 227054

1 75s 228177

Bilder herman Historica

Remington im kaliber 36.

Remington Vorderlader-Revolver New Navy Mod. 1858 im Kal. 36. Hersteller war die ital. Firma Gregorelli & Uberti, die für den Händler Navy Arms Co. Inc. Bogota NJ. USA diesen Revolver 1960 hergestellt hat. Beschuß "XVI". Der Revolver ist Fabrik fein-handgraviert und die Oberfläche ist versilbert. Die Firma Gregorelli & Uberti war der erste Hersteller von Vorderlader-Revolver-Replikas, die zusammen von 1959 bis 1962 für den amerikanischen Markt diese Waffen im Auftrag von Navy Arms produziert hat. Auf Grund der Seriennummer "E4" wird angenommen, daß es sich bei dieser Waffe um ein Verkaufs-Musterstück für Navy Arms handelt. Ein gleicher Revolver mit der Nummer "E27" befindet sich in den USA. Die übliche Kennzeichnung für Gregorelli & Uberti "GU" aus der Serienfertigung fehlt bei dem angebotenen Revolver. 

Text Knut Berger, Oberfranken 
 
Gregorelli Uberti
 
 
Gregorelli Uberti 2